RESEARCH ARTS
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DIE FORSCHUNGSPLATTFORM
Research Arts
bietet der Forschungsgemeinschaft an der Schnittstelle Kunst, Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft einen anregenden Ort der Begegnung, die Möglichkeit der Vernetzung sowie die des Austauschs über ihre Recherchen, Guten Praxen, Ressourcen und Veranstaltungen.
Die Plattform forscht, übersetzt, hinterfragt und kooperiert, um sich insbesondere für die "Stimme der Natur" und die "Stimme der BürgerInnen" in der Wissenschaft einzusetzen. Seit Ende 2012 ist die Plattform online. Jeder und Jede Interessierte ist herzlich eingeladen an ihr teilzunehmen.

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WIE ALLES BEGANN...
Jeden Tag höre und sehe ich sie wachsen: die Anzeichen des Klimawandels. In den Nachrichten höre ich von den dramatischen Folgen: „der Nordpol schmilzt, die Wüsten dehnen sich aus, die Wirbelstürme vermehren sich“. In den Schlagzeilen lese ich von den tragischen Prognosen: „Tödliche Hitzewellen, versinkende Küstenstädte, Dürren, Hungersnöte“. All diesen ‚abstrakten’ Gefahren zum Trotz habe ich versucht „einfach weiterzuleben“.

Irgendwann wollte mir aber dieses „einfach weitermachen“ nicht mehr so recht gelingen. Es folgen drei Erlebnisse, die mich von der tatenlosen Nachrichten-konsumentin zur engagierten Wissenschaftsbürgerin verwandelten.
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Unsere PHILOSOPHIE
Wenn wir die Transformation zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft mitgestalten wollen, brauchen wir eine Forschungskultur, die fachübergreifendes Wissen mit dem Alltagsleben verbindet. Das Verhältnis zwischen Wissenschaftssystem und Demokratie muss neu überdacht werden. Wir wollen unsere Vorstellungen von repräsentativer und direkter Demokratie hinterfragen und erweitern, sodass sie Verantwortung für zukünftige Generationen übernimmt. Wir wollen uns einem Wissenschaft verpflichten, die Verantwortung übernimmt. Die großen Herausforderungen wie Klimawandel oder Ressourcenknappheit benötigen neue verbindende und verbindliche Praxen, sodass der „Experte des Alltags“ den Experten an der Schnittstelle Kunst, Wissenschaft, Technologie "auf Augenhöhe" begegnen kann.


Wer hat die Forschungsplattform RESEARCH ARTS gegründet?
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stella veciana

Dr. Stella Veciana. Gründerin der RESEARCH ARTS Forschungsplattform und der people²people research Beteiligungsplattform.
Foto: Michael Miethe.


stella veciana

Dr. Stella Veciana. Tischmoderation während des
2. Forschungswende Workshops, 30. Oktober 2012.

Foto: Hannes Bever.

Mein Name ist Stella Veciana und ich habe die RESEARCH ARTS Forschungsplattform und people²people research Beteiligungsplattform gegründet. Nach meinem Studium der Experimentellen Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Rebecca Horn, erhielt ich ein DAAD Stipendium für Computer Arts an der School of Visual Arts New York. Es folgten ein Postmaster in Kulturpolitik&Management an der Universität Barcelona und meine Promotion zum Thema „Research arts: Die Schnittstelle Kunst, Wissenschaft und Technologie als Wissens- und Handlungsfeld“ an der Fakultät der Künste Barcelona. Ich entwickelte die Idee einer Plattform für Forschungskunst während meiner Recherchen für diese Doktorarbeit. An letzterer Kunsthochschule war ich als Gastprofessorin, Jurorin und Initiatorin der Jahresrundgänge tätig. Nach meinem MBA-Abschluss, arbeitete ich als Projektmanagerin nationaler und europäischer Forschungs- und Technologietransferprojekte an dem katalanischen Nanotechnologieinstitut ICN.

Meine Arbeitsfelder konzentrieren sich auf die Erforschung und Entwicklung künstlerischer Kooperationspraxen und partizipativer Wissenschaftsansätze, die eine Transformation zu einer global nachhaltig handelnden Gesellschaft beitragen. Gegenwärtig entwickle ich transdisziplinäre Kunstprojekte wie Challenge Yasuní-ITT u.a. in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt, Deutsche UNESCO Kommission und der Heinrich-Böll Stiftung. Weiterhin kooperiere ich mit der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende, die sich für die zivilgesellschaftliche Partizipation in der Wissenschaft einsetzt und dessen Träger die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. ist. Zudem bin ich Dozentin an der Leuphana Universität. Ferner arbeite ich an der Weiterentwicklung einer transdisziplinären Theorie und Praxis mit Hangar und Grid Spinoza im Rahmen des Europäischen Projektes Soft Control.


Wir kooperieren mit folgenden partizipativen Plattformen und Organisationen.
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Brot für die Welt

Brot für die Welt ist ein Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland. Es leistet Hilfe zur Selbsthilfe für die Arbeit von kirchlichen, kirchennahen und säkularen Partnerorganisationen. Die Organisation unterstützt mehr als 1300 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Schwerpunkte der Arbeit sind Ernährungssicherung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Bewahrung der Schöpfung ein.

DUK Deutsche Unesco Kommision

Die Deutsche UNESCO-Kommission e. V. (DUK) ist eine Mittlerorganisation der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands mit Sitz in Bonn und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Da sie die Nationalkommission für Deutschland nach Artikel VII der UNESCO-Verfassung ist, kann sie als nationale „Präsenz der UNESCO in Deutschland“ gelten, wenngleich sie eine von der UNESCO unabhängige Organisation ist. Gegründet wurde sie am 12. Mai 1950, noch vor dem eigentlichen Beitritt der Bundesrepublik Deutschland in die UNESCO am 11. Juli 1951. Die UNESCO ist eine der ersten Organisationen der Vereinten Nationen, der Deutschland beigetreten ist. Mit dem Beitritt endete die geistige Isolation, in die Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg geraten war.

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Die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende fordert und fördert Partizipation und Transparenz in der Wissenschaft und in der Wissenschaftspolitik. Zivilgesellschaftliche Organisationen (u.a. DNR, BUND, NABU, Greenpeace, Germanwatch, Netzwerk Wachstumswende, Slowfood Germany) haben sich in der Platform zusammengefunden, um sich mit der gängigen Ausrichtung der Forschungsfinanzierung kritisch auseinanderzusetzen und Alternativen zu formulieren. Der Fokus liegt in der Entwicklung einer problemlösungsorientierten, transdisziplinären Nachhaltikeitsforschung für die Herausforder-ungen der Große Transformation (WGBU) wie den Klimawandel oder die Ressourcenverknappung.

Eine Welt

Eine-Welt-Landesnetzwerk organisiert mit mehr als 30 Mitveranstalter und Partner die Veranstaltungsreihe der Entwicklungspolitischen Tage, die vom 27. Oktober bis 22. November 2014 im gesamten Bundesland stattfindet mit Vorträgen, Filmen, Aktionen, Ausstellungen, Workshops und Projekttage.


Grid Spinoza untersucht künstlerische und wissenschaftliche Forschungsprozesse, Methoden und Dynamiken. Das Projekt ist um eine Online-Plattform konzipiert. Diese enthält eine offenes Archiv von Artikeln und audiovisuellen Interviews mit Künstlern und Wissenschaftlern. Grid Spinza entwickelt dabei ein Programm von Experimenten, Künstleraufenthalten / Residenzen und Workshops, die im Austausch mit verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken stehen.

Hangar ist ein Zentrum für die Forschung und die Produktion von Kunst. Hangars Mission ist es, Bildende KünstlerInnen und Kulturschaffende bei den verschiedenen Phasen und Prozessen der Produktion ihrer Kunst zu unterstützen sowie bei der Entwicklung ihrer Projekte beizutragen. Dafür bietet Hangar den KünstlerInnen Ausrüstungen, Einrichtungen, Produktionsbegleitung und einen geeigneten Rahmen für Experimente und freiem Wissenstransfer.

Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine Agentur für grüne Ideen und Projekte, eine reformpolitische Zukunftswerkstatt und ein internationales Netzwerk. Die Stiftung arbeitet mit über hundert Partnerprojekten in mehr als 60 Ländern zusammen und unterhalten derzeit Büros in 30 Ländern. Sie fördert die Entwicklung einer demokratischen Zivilgesellschaft im In- und Ausland;
streitet für gleiche Rechte und Chancen für alle Menschen, gleich welchen Geschlechts, gleich welcher sexuellen Orientierung, Religion, Ethnie oder Nation; unterstützt kulturelle Projekte im Rahmen der politischen Bildungsarbeit und fördert begabte, gesellschaftspolitisch engagierte Studierende und Graduierte im In-und Ausland.

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Zur Zeit ist people²people research im Aufbau. Die Kooperations- und Beteiligungsplattform wird unterschiedliche Initiativen beherbergen. Die RESEARCH ARTS Plattform wird hier eine nachhaltige Forschung mit künstlerisch- wissenschaftlichen Ansätzen fördern. Ziel ist es dabei die Brücke zum "Experten des Alltags" zu schlagen, indem diesen die benötigeten Ressourcen für Ihre Projekte geboten werden.

Soft Control (SC) öffnet wissenschaftliche Labors und Theorieansätze an KünstlerInnen bzw. an ein breiteres Publikum verschiedene pädagogischen Einrichtungen. Soft Control ist eine mehrjährige Kulturveranstaltung, ein europäisches Vorzeigeprojekt, wo Künstler / Kulturschaffende / Andere, die bereit sind zu lernen was Forscher untersuchen und denken mit Forscher zusammen kommen, die bereit sind Formen des künstlerischen Experimentierens und Gestaltens zu teilen und zu erleben, um in verschiedenen Orten Europas gemeinsam Ideen und Erkenntnisse zu erforschen, erarbeiten, diskutieren und teilen.

YASUNIDOS

Das YASunidos-Bündnis ist ein Zusammenschluss von vielen kleinen ziviligesellschaftlichen Gruppen und NGOs, die dafür kämpft, dass Ecuadors größtes Rohölvorkommen im Yasuní-Nationalpark im Boden bleibt.
Das deutsche Yasuní-Bündnis ist ein ad-hoc Zusammenschluss von Umwelt- und Menschenrechts-NGOs für den Erhalt der Yasuní-ITT-Initiative.

Zentrum für Entwicklungsforschung

Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) ist ein international und interdisziplinär ausgerichteter Think Tank (Denkfabrik) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, der 1995 im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet wurde. Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn sollte durch diese und andere wissenschaftliche Einrichtungen als international anerkannter Wissenschaftsstandort und als Zentrum der Entwicklungszusammenarbeit gestärkt werden. Das ZEF bildete bis 2004 gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) das Internationale Wissenschaftsforum Bonn (IWB).

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